Only Lovers Left Alive

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© 2013 – Sony Pictures Classics

Zwar nicht mehr taufrisch das Filmchen aber für die „Old but Gold“ Abteilung noch eindeutig zu jung (ihr wollt ja auch nicht mit 40 schon ins Altenheim).

Only Lovers Left Alive. Ein Film mit Vampiren die zum Glück nicht funkeln. Es ist zwar auch Liebe mit im Spiel, aber eine sehr gereifte Liebe. Mehrere hundert Jahre lang gereift um genau zu sein.

Ja, es dreht sich in der Tat hauptsächlich um das Vampir Liebespaar Adam (Tom Hiddleston) und Eva (Tilda Swinton) und darum wie abhängig sie von den Geschehnissen diese Welt sind. Denn wenn man quasi unsterblich ist (von Pflöcken im oberen Torso und dem Hungertod mal abgesehen) bekommt man einen anderen Blickwinkel für die Dinge. Man denkt längerfristig. Man hat ja auch schon allerhand gesehen und erlebt in den letzten Jahrhunderten.

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© 2013 – Sony Pictures Classics

Auch das Risiko irgendwann von einem wütenden Mob gelyncht zu werden während man genüsslich jemanden aussaugt wird dabei berücksichtigt. Davon ab lebt der Mensch von heute auch nicht mehr unbedingt gesund. Drogen, schlechte Ernährung, Geschlechtskrankheiten, dass alles kann einem Vampir ganz schön auf den Magen schlagen wenn man wahllos Leute leer schlürft. Einfach so Menschen aussaugen ist also nicht mehr. Der Vampir von heute bezieht sein Blut aus anderen Quellen. Blutbanken, Krankenhäuser etc. Und zwar das gute Zeug! Natürlich nicht ganz legal und mit Tricks… aber hey! Und so lebt es sich doch ganz Ok. Man fängt sich nichts ein, muss keine ungewaschenen Trucker an dunklen Raststätten anknabbern. Super!

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© 2013 – Sony Pictures Classics

Natürlich muss für Nachschub gesorgt sein. Wenn man morgens kurz vor Sonnenaufgang feststellt dass kein Blut mehr im Haus ist ist das doof. Und wenn die kleine Vampirschwester alles leer gesoffen hat und danach im Rausch die Wohnung zertrümmert ist das noch blöder. Da muss man dann eventuell auf die alt bewährte Methode umsteigen.

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© 2013 – Sony Pictures Classics

Aber der Film hat durch seine Musik und die Bilder des zerfallenen Detroits eigentlich fast schon keine Handlung mehr nötig. Er geht ins künstlerische. Wenn Adam mit seinem Wagen durch die zerfallenen Stadtteile von Detroit fährt wirkt das bedrückend und faszinierend zugleich. Er zeigt uns unsere Welt aus der Sicht von Unsterblichen: schnelllebig, verschwenderisch und kurzsichtig.

Toller Film!

Meine persönliche Wertung: 7,5/10 Punkten

7_5

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