Sucker Punch

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© 2011 Warner Bros. Entertainment Inc. and Legendary Pictures

Sucker Punch. Die Diabetiker unter uns können aufatmen. Es handelt sich dabei nicht um ein stark zuckerhaltiges Punschgetränk. Nein, Sucker Punch ist ein Film. Ein Film der unterschätzt und zerrissen wurde. Wenn ihr mich fragt: Zu unrecht.

Wenn man sich mal die Kritiken zu diesem Film anschaut ließt man oft Sätze wie „leicht bekleidete Mädchen mit großen Knarren sollen über einen schwachen Film hinweg täuschen“ oder „nicht immer kann viel nackte Haut eine nicht vorhandene Story übertünchen„. Das ist witzig. Denn offenbar haben die Personen die diese oder ähnliche Sätze geschrieben haben die Story nicht mal versucht zu finden. Oder waren sie vielleicht zu abgelenkt? Ich weiß es nicht.

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Sucker Punch hat ein großes Problem: Es sieht auf den ersten flüchtigen Blick aus wie ein Trash Movie. Natürlich sind da leicht bekleidete Mädchen. Ja, es gibt auch viele Knarren, Schwerter und sonstiges Zeug. Aber der Film verkauft uns das ja nicht als Realität. Sucker Punch spielt sich auf 3 Ebenen ab. Zwei davon existieren nur im Kopf von „Babydoll“, gespielt von Emily Browning. Vielleicht hat das die Kritiker verwirrt? Obwohl, kann eigentlich nicht sein. Inception ist ja auch (zu recht) gut weggekommen. Oder ist es die Angst vor Frauen mit Kanonen?

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Letztendlich ist es wohl eine Mischung aus vielen Faktoren die Sucker Punch, zumindest was die Kritiken angeht, das Genick gebrochen haben. Pseudointellektuelles Gehabe von Seiten vieler Kritiker, Schubladendenken, die trashige Aufmachung der Sucker Punch Trailer / Cover und zu guter Letzt die alte „ich muss mir den Film ja nicht anschauen wenn ich meine Kritik einfach zusammen kopieren kann“ Leier.

Aber genug über ungerechtfertigte Kritiken. Wenden wir den Blick auf die schönen Seiten des Filmes. Wir sind es ihm schuldig.

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Sucher Punch. Ein Stück auf 3 Ebenen. Und so schön nachvollziehbar! Allein durch die Farbgebung und das Bildsetting kann man die verschiedenen Ebenen voneinander unterscheiden. Und die Bilder sind mit das Highlight dieses Films. Von düster und dunkel bis bunt und surreal. Wie ein wilder LSD Trip in einer Buntstiftfabrik. Herrlich!

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Das technische Spektrum wurde voll ausgeschöpft. Bildbeschleunigung, Freeze Frames, Zeitlupe, Farbübergänge. Alles da! Warum auch nicht? Die verschiedenen Ebenen geben den Raum her mit diesen Effekten zu spielen ohne dass es ins absurde abdriftet! Zurückhaltung ist was für Dokumentarfilme! Raus mit dem Zeug wenn es passt! Dafür haben wir es doch!

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Man freut sich auf jeden Ebenenwechsel. Nicht ausschließlich wegen der Bildgewalt. Nein, man ist immer wieder gespannt welche „Kurzgeschichte“ wohl als nächstes in der 3. Ebene gesponnen wird. Und an welchen Ort es die Protagonisten wohl hin verschlägt. Man hat Lust darauf!

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Gut, was man dem Film ankreiden muss: Die Schauspielerische Leistung schwankt. Man sollte aber im Hinterkopf behalten dass die Rollen auch nicht alle einfach sind und es sich größtenteils um recht junge Schauspieler(innen) handelt. Aber es hilft nichts, das gibt Punktabzug. Man muss fair bleiben.

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So, was braucht man noch für nen guten Film? Wir haben die Story, wir haben verdammt gute Bilder, wie haben die Schauspieler… Was fehlt noch? Musik! Was wäre das Leben ohne Musik! Und die Musik von Sucker Punch ist extrem gut. Nicht nur weil es alte Klassiker in neuer Auflage sind. Die Musik passt tatsächlich zum Film! Sie wurde mit bedacht ausgewählt. Das merkt man, das macht Glücklich! Ich könnte mich jetzt mit weiteren 500 Worten nur über die Musik auslassen. Aber warum sollte man Musik mit Buchstaben beschreiben? Hört es euch doch einfach an!

Sucker Punch. Ich erwähnte es schon. Unterschätzt und zerrissen. Zu unrecht.

Meine ganz persönliche Wertung: 8/10 Punkten.

8

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