Léon: Der Profi

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© 1994, Sony Pictures Home Entertainment

Das Jahr 1994. Es gab noch keine Smartphones, Computerspiele sahen kacke aus und ich glaube das Wetter war auch schlecht. Aber 1994 war trotzdem ein gutes Jahr! Warum? Naja, Bill Clinton war noch Präsident und Léon: Der Profi kam in die Kinos.

Jetzt sitzen wir hier. 20 Jahre später. Bill Clinton macht für seine Frau das Lunchpaket, Jean Reno hätte bei uns schon fast das Rentenalter erreicht und Natalie Portman ist auch ganz schön gewachsen. Aber es gibt eine Konstante: Léon: Der Profi ist immer noch ein sau guter Film der sich nicht hinter Neuproduktionen verstecken muss!

Manchmal gehe ich in mich und frage mich was mir an einem Film besonders gut gefallen hat. Also welches einzelne Element des Films mich dazu bewogen hat ihn für „gut“ zu befinden. Das können die Effekte sein, die geniale Story, die schauspielerische Leistung, die Lehre die man aus dem Film zieht oder einfach das Gefühl das einen überkommt wenn man den Film sieht. Ich habe mich das auch bei Léon: Der Profi gefragt und bin zu dem Schluss gekommen: Wie bei einem guten Eintopf macht es die Mischung. Nette Effekte, die tolle schauspielerische Leistung der jungen Natalie Portman, das kühle und doch nicht gefühllose entscheiden von Léon, gespielt von dem großartigen Jean Reno. Erst wenn man alles in einen Topf wirft und kräftig umrührt entfaltet der Film sein Potential. Wie ein guter Eintopf eben. Dazu noch einen Gary Oldman als „Bösewicht“ und man kann es sich schmecken lassen.

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© 1994, Sony Pictures Home Entertainment

Man schaut es sich einfach gerne an wie der Profikiller Léon mit der kleinen Mathilda um geht. Am Anfang natürlich etwas distanziert. Profikiller sind ja nicht unbedingt Leute mit großem Freundeskreis. Aber die beiden lernen von einander. Die individuellen Stärken fließen zusammen.

Léon ein Mann mit Prinzipien, klaren Regeln und Ritualen. Ein Mann ohne Wurzeln. Mathilda, das kleine Mädchen das eigentlich kein kleines Mädchen mehr sein möchte und versucht ihr neues Vorbild so gut es geht nachzuahmen. Ihre Sicht auf die Dinge ist eine ganz andere. Sie hinterfragt Sachen die Léon einfach für gegeben hin nimmt. Und das verändert auch die Sichtweise von Léon. Dass dieses ungewöhnliche Zusammenleben auch den ein oder anderen Schmunzler bringt dürfte klar sein.

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© 1994, Sony Pictures Home Entertainment

Natürlich kommt auch die Action nicht zu kurz. Immerhin ist es ein Luc Besson Film! Wenn Léon mit kalter Präzision und wohl dosierten artistischen Einlagen Widersacher ausschaltet… das hat was, das macht Spaß! Es ist nicht zu übertrieben und man hat auch nicht das Gefühl dass es ins absurde abdriftet, wenn Léon sich einer übermacht an Gegnern stellt. Für mich ist Léon einfach das Musterbeispiel für einen Auftragskiller. Kein blutrünstiges Monster welches man wie einen tollwütigen Hund auf sein Opfer hetzen kann. Er hat Prinzipien und nach diesen Prinzipien handelt er. Keine Frauen, keine Kinder. Keine unnötigen Risiken eingehen. Mit Jean Reno ist die Rolle des Léon auch estklassig besetzt. Ich könnte mir keinen besseren Vorstellen. Er bringt dieses besonnene Handeln gut rüber. Die ruhige Art und auch die Zeit die an dem alternden Killer nagt.

Und da sind da natürlich noch die Bilder. Erstklassige Bilder! Toll geschnitten. Das bringt fahrt in den Film! Von Luc Beson ist man aber auch nichts anderes Gewohnt (auch wenn er in manchen Filmen etwas übertreibt).

Zum Schluss dann noch das Ende des Films (wer hätte es gedacht). Ein würdiges Ende für diesen Film. Auch hier will ich euch nichts vorwegnehmen. Wenn ihr es seht dann wisst ihr es.

Mein Fazit also: Einer der besten Filme aller Zeiten. Und das können dann nur 10/10 Punkten sein!

10

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