John Wick

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© StudioCanal

Er hat einen rollende Bombe in „Speed“ entschärft, in Matrix gegen die Maschinen gekämpft, als „Constantin“ gegen die dunklen Mächte der Hölle bestanden und er war einer der 47 Ronin. Wenn es einen Mann gibt dem man nicht ans Bein Pinkeln sollte dann ist er es. Keanu Reeves. Und sein Auto zu klauen und dabei noch seinen Hund zu töten ist wohl die schlechteste Entscheidung die man überhaupt treffen kann.

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John Wick. Es gibt Menschen auf diesem Planeten die würden diesen Film als „Schießfilm“ bezeichnen. Gut, es gibt auch Menschen auf diesem Planeten die freiwillig in Til Schweiger Filme gehen. Ich will mir kein Urteil über solche Menschen erlauben, denn meine Oma hat immer gesagt: „Bub, wenn du nix gutes über einen Menschen sagen kannst dann halte einfach deine Klappe„. Und an diese einfach Regel versuche ich mich zu halten. Klappt nur selten und es wäre sonst auch verdammt oft sehr still, aber ich glaube heute schaffe ich es.

John Wick ist kein Schießfilm! Es wird geschossen, klar. Es wird sogar verdammt viel geschossen. Aber in diesem Film ist das Kunst. Geschosse die Glasscheiben zerbersten lassen, in Wände einschlagen und durch die Luft zischen. Und natürlich die Geschosse die den Gegnern ein 3. Nasenloch verpassen. Und das sind nicht wenige. Finde ich das schlimm? Verdammt nochmal, nein! Die haben es verdient! Die haben seinen Hund gekillt! Man nimmt John Wick nicht seinen Hund weg. Das tut man einfach nicht. John Wick frisst sich eine blutige Schneise durch seine Gegner bis er den Schuldigen hat. Selbst wenn es den eigenen Tod bedeutet. Er läuft auf einem tödlichen und zielsicheren Autopiloten bis er sein Ziel erreicht hat. Ich schau mir das gerne an, bei John Wick ist das gut gemacht. Mir gefällt das.

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An dieser Stelle sollte ich vielleicht anmerken dass ich Pazifist bin. Ich bin kein Fan von realen Schusswaffen und ich verstehe auch nicht warum man so ein Teil unterm Kopfkissen haben muss. Ich bin kein Fan von realer Gewalt. Aber genau das ist der Punkt: In Filmen und Computerspielen ist die Gewalt nicht real. Man weiß genau dass dem Schauspielern nichts passiert, auch nicht wenn es im Film so aussieht als ob sie ihre intimsten Gedanken in einer Fontäne aus Blut und Hirnmasse an die Wand schmieren wollen. Ein geistig einigermaßen gesunder Mensch erkennt und versteht diesen Unterschied zwischen realer und gespielter Gewalt. Die anderen arbeiten bei der Bildzeitung und schreiben alle 1-2 Monate nen Schmierartikel darüber dass „Schießfilme“ und „Killerspiele“ aus kleinen Kevins und Pascals Amokläufer machen.

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Zurück zum Film. Ich bin ein Keanu Reeves Fan. Aus vielen Gründen. Toller Schauspieler, auf dem Boden geblieben, tolle Haare. Deswegen bekomme ich hier auch keine objektive Meinung zu seiner schauspielerischen Leistung in John Wick hin. Nur so viel: Ich fand ihn absolut Spitze! Aber auch die anderen bringen eine tolle Leistung! Mikael Nyqvist als Gangsterboss Viggo, Aflie Allen als sein Sohn Iosef und die bezaubernde Adrianne Palicki als Auftragskillerin Ms. Perkins (wer auch immer das Bild für den Wikipedia Beitrag rausgesucht hat muss diese Frau hassen. Denn eigentlich schaut die gute so aus). Natürlich dürfe auch Ian McShane als Besitzer des „Continental“ und Willem Dafoe nicht unerwähnt bleiben. Alles tolle Schauspieler, auch wenn ich befürchte dass Aflie Allen es schwer haben wird aus der „Rotzkrampenrolle“ raus zu kommen. Aber auch diese Position muss regelmäßig besetzt werden, und er macht das hervorragend!

Was man natürlich Anmerken muss: Die Story passt auf nen Bierdeckel. Ja, es ist leider so und ich muss es erwähnen. Mich persönlich stört das nicht, die Story dient bei diesem Film eher als „Träger“. Wie eine dünne Scheibe Brot die fingerdick mit einer guten Salami belegt wird. Ich würde das Brot auch ganz weglassen, aber dann würde ich auch noch den letzten Rest „Würde“ über Bord werfen.

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Kommen wir also zu meinem persönlichen Fazit. Wenn ich den Keanu Reeves Faktor mal nicht zu arg berücksichtige, die kunstvolle Darstellung von Zerstörung mit rein nehme, die anderen Schauspieler auch noch beachte, die guten Effekte dazu addiere und die recht dünne Story abziehe bleiben da immernoch 8,5 Punkte stehen. Super Film!

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