Die Trauzeugen AG

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© 2015 Sony Pictures Releasing GmbH

Die Trauzeugen AG. Ein Film den ich in einer Sneak Preview erwischt habe und mir so wahrscheinlich nicht angesehen hätte. Nicht weil er schlecht ist oder ich zum lachen in den Keller gehe. Nein, das Konzept ist mir einfach zu ausgelutscht. Man weiß vorher schon was mit der Hochzeit passieren wird. Man weiß vorher schon was mit der Freundschaft zwischen Doug (Josh Gad) und Jimmy (Kevin Hart) passieren wird und spätestens nach dem Junggesellen Abschied weiß man auch wie das mit der Zukünftigen von Doug, Gretchen (alias Kaley Cuoco aka „Penny“ aus „The Big Bang Theorie„) ausgehen wird. Der Film bleibt einfach ohne große Überraschungen. Und ich mag doch Überraschungen so gerne :-(.

traut01
© 2015 Sony Pictures Releasing GmbH

Ach ja, ich werde hier nicht auf den eingedeutschten Titel eingehen. Das regt mich nur wieder auf. Und mein Tierarzt meinte das wäre nicht gut für den Blutdruck. Deshalb lass ich es einfach. Nicht dass ich etwas gegen die deutsche Synchronisationkultur hätte. Nein, ich finde sogar das manche Filme und Serien (nicht alle. Wenn Wortwitze nicht mehr funktionieren finde ich das scheiße. Mein persönliches Lieblingsbeispiel aus „Bojack Horseman„: „Saft regiert die Medien. Haha.. Saft…“) dadurch qualitativ besser werden. Einfach deshalb weil so ein Synchronsprecher sich voll und ganz auf das sprechen konzentrieren kann. Aber das nur am Rande. Ich muss echt daran arbeiten nicht immer vom Thema abzuschweifen. Ist ja schrecklich…

Gut, bis hier hin ließt sich das wie ein 2 Punkte Film. Aber ihr könnt aufatmen. Es ist kein 2 Punkte Film. Klar, die Story ist vorhersehbar. Man kann schon nach den ersten 10 Minuten sagen wie er ausgehen wird. Vielleicht nicht bis ins kleinste Detail, jedoch in groben Zügen. Aber der Film liefert Lacher. Gute Lacher. Klar, dem geneigten Aristokraten der sich gerne auf Teepartys über die wirtschaftliche und ökonomische Lage der ehemaligen Kolonien unterhält wird vor Schreck vielleicht das Monokel ins Teetässchen fallen, aber ich mag den Humor. Ich bin da einfach gestrickt und kann eh über ziemlich viel lachen. Über manche Dinge mehr als man eigentlich sollte. Aber ich hatte teilweise wirklich Tränen in den Augen. Und den anderen im Kino ging es wohl nicht viel anders. Und mal ehrlich, dafür sind solche Filme doch da. Da passt eine hochtrabende Story einfach nicht.

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© 2015 Sony Pictures Releasing GmbH

Meine anfängliche Befürchtung, dass alles irgendwann ins ganz schlimm rührselige umschwenkt, hat sich zum Glück auch nicht bestätigt. Natürlich gibt es Momente mit mehr Gefühl, aber der Film versucht nicht den Zuschauer auf einer kontinuierlichen Sentimentalitätsspirale immer weiter in das Tal der Tränen zu treiben. Nach kurzen, schnulzigen Momenten kommt meist gleich wieder ein Lacher. Ich persönlich finde das angenehm. Mir gefällt das. Mein Psychiater würde mir das wzar bestimmt wieder irgendwie negativ auslegen, aber wer solche Rechnungen schreibt und nachts noch gut schlafen kann dem sollte man eh nichts glauben.

Durch die durchgeknallten Charaktere kommt auch keine Langeweile auf. Running Gags werden auf eine schöne Art am laufen gehalten, die macken der Charaktere gut in Szene gesetzt. Wie gesagt, ich habe tränen gelacht.

So, da wären wir auch schon am Ende der Vorstellung. War jetzt ja auch eher ein Film mit dem Tiefgang eines Hovercrafts. Aber das muss auch mal sein! Klar, an den Film werd ich in nem halben Jahr wahrscheinlich nur noch sehr verschwommene Erinnerungen haben. Aber für den Moment war es schön!

Mein Fazit also: 7/10 Punkte!

7

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