Rampart

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© Ascot Elite Home Entertainment GmbH

Kennt ihr das? Ihr steht in einem Museum für moderne Kunst. Ihr schaut auf die Wand. Auf dieser sonst ebenmäßig weißen Wand ist ein eierschalenfarbenes Quadrat, 2×2 Meter. Ihr steht also vor diesem Quadrat und denk euch einfach: Wow, der Künstler will damit auf seine innere Leere aufmerksam machen. Seine Ausgebranntheit. Ein stummer Schrei nach Hilfe nachdem ihm jegliche Kreativität ausgesaugt wurde. Der Gesellschaftliche Druck der auf ihm lastet, sein selbst errichteter Panzer gegen die Gesellschaft, nur noch dünn wie eine Eierschale. Und während ihr da so steht kommen zwei Hausmeister und hängen das eigentliche Bild wieder an die Wand. Es war nur weg zum abstauben. Ihr rückt die Brille zurecht, rollt euren 1,50€ Museumsführer zusammen und seht zu dass ihr in einen anderen Raum kommt. Kennt ihr nicht? Na, dann geht mal in ein Museum und hängt ein Bild ab. Ein Mords Spaß sag ich euch. Warum ich euch das erzähle?

Ganz einfach. Rampart ist so ein Film. Man weiß nicht ob es Kunst ist oder einfach nur ein ganz beschissener Film. Man will einen tieferen Sinn dahinter sehen. Krampfhaft, fast schon verbittert. Aber am Ende kommt man zu dem Schluss: Nein, der war einfach nur schlecht. Und nein, auch Woody Harrelson reißt es nicht raus.

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© Ascot Elite Home Entertainment GmbH

Ich tue mir mit dem Film einfach verdammt schwer. Er will ein komplexes Persönlichkeitsbild Zeichnen, schafft es aber nicht. Er will Intrigen und Korruption andeuten, aber auch das geht in die Hose. Es wird viel gevögelt, was ja grundsätzlich nicht verkehrt ist, aber selbst das wirkt irgendwie fehl am Platze. Und wenn vögeln mal fehl am Platz wirkt muss schon ne Menge schief gelaufen sein. Vielleicht bin ich ja auch einfach zu blöd für den Film, kann sein. Meine Lehrerin in der 3. Klasse hat mal gemeint „aus dem wird mal nix“. Aber ich möchte nichts schlechtes über diese Frau sagen, die hat mittlerweile den Löffel abgegeben. Und gesoffen hat se auch! Aber das nur am Rande.

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© Ascot Elite Home Entertainment GmbH

Lange Rede, fast kein Sinn: Wenn ich mich bei nem Film frage ob ich mir den wirklich bis zum Schluss anschaue dann sind mehr als ein paar Punkte nicht drinnen. Auch nicht mit einem Woody Harrelson. Und das einzige was mich dazu bewogen hat den Film bis zum Schluss anzusehen war die Hoffnung dass er die Kurve noch kriegt. Aber er hat sie nicht gekriegt. Er ist aus der Kurve raus getragen worden, hat sich überschlagen und lag da dann zähe 104 Minuten lang mit drehenden Reifen auf dem Dach. Abschließend lässt sich der Film wohl mit den Worten meiner Lieblings Mitfilmguckerin zusammenfassen: „Was? Das wars jetzt?“

Fazit: 2,5/10 Punkten

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