Warte, bis es dunkel wird

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© 2014 Metro-Goldwyn-Mayer Pictures Inc.

Endlich mal wieder eine Horror Sneak. Wir brauchen ganz klar mehr Freitage die auf den 13. eines Monats fallen. „Warte, bis es dunkel wird“ ist ein Film der es nicht leicht haben wird. Warum? Weil vielen (auch mir) der Background fehlt um diesen Film voll und ganz genießen zu können.

Ja, Background. Richtig gehört. Der Film stützt sich auf tatsächliche Ereignisse wie auch auf einen früheren Film der sich auf diese Ereignisse stüzt. Und genau jetzt wirds kompliziert, ich hab immernoch Kopfschmerzen. Also, machen wir das ganze Chronologisch. 1946 hat irgend ein Irrer mit nem Sack überm Kopf ein paar Leute in dem schönen Städtchen Texarkana abgemurkst. So weit, so schlecht. Er wurde nie gefasst. 30 Jahre später kam ein Herr Namens Charles B. Pierce auf die Idee einen Film mit dem Namen „The Town that dreaded sundown“ aus diesen Ereignissen zu stricken. Dieser Film sorgte für einiges aufsehen, da er andeutet dass der Mörder von damals immer noch in Texarkana leben könnte. Die Gemüter haben sich aber mittlerweile abgekühlt und seit 2003 wird der Film immer an Halloween in einer Open-Air-Vorführung gezeigt. So, bis hierhin waren das alles reale Ereignisse. Und genau da setzt der Film an. In „Warte, bis es dunkel wird“ taucht der Mörder am Halloween Abend (also an dem Abend an dem „The Town that dreaded sundown“ wieder mal gezeigt wird) wieder auf. Der Film geht also auf die tatsächlichen Geschehnisse von 1946 wie auch auf die Reatkionen die „The Town that dreaded sundown“ damals auslöste ein. Wenn man dieses Hintergrundwissen hat macht der Film gleich viel mehr Spaß. Da ich ihn in einer Sneak erwischt habe musste ich mir dieses Hintergrundwissen natürlich im Nachhinein aneignen. Aber alles halb so schlimm, ich weiß ja jetzt wie das Frettchen wieselt.

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© 2014 Metro-Goldwyn-Mayer Pictures Inc.

Bei „Warte, bis es dunkel wird“ handelt sich also um einen Horror-Shocker, ein Klassiker des Genres quasi. Wurde ich geschockt? Joa, so 1-2 mal schon. Wurde ich „gehorrort“? Nein, eher nicht. Das liegt nicht daran dass ich so ein krasser Typ bin dem nichts angst macht, sonder eher daran dass mich diese Art von Horror eher selten so richtig „erwischt“. Bei mir müssen es dann schon übernatürliche Sachen sein. Kannste es mit nem Messer im Hals umbringen? Ja? Schockt mich nicht. Aber dafür kann der Film ja nichts, ich bin da einfach komisch gestrickt.

Bei der schauspielerischen Leistung bin ich etwas hin- und hergerissen. Einige machen einen wirklich guten Job, aber gerade die Hauptdarstellerin, verkörpert von Addison Timlin, konnte mich persönlich nicht überzeugen. Es mag zum Teil auch an der Rolle liegen, aber vom Hocker gehauen hat sie mich nicht.

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© 2014 Metro-Goldwyn-Mayer Pictures Inc.

Ich finde auch der Film fängt die Angst der Bewohner Texarkanas nicht gut ein. Wenn man bedenkt dass ja quasi jeder der nächste sein könnte bleiben doch alle irgendwie recht entspannt.

Wenn man alles zusammen nimmt hat der Film meiner Meinung nach 6,5 Punkte verdient. Und da ist die Background Story schon berücksichtigt.

6_5

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